Eimol Prinz zo sin: „Einmol Prinz zo sin“ in wahrer Rekordzeit aufgenommen Schneller als Michael Jackson seien sie gewesen, lobte Produzent Heinz Melder das Dreigestirn. Innerhalb von nur zwei Stunden nahmen die drei schließlich gestern in Melders TMK-Studio in Niehl ihr Lied „Einmol Prinz so sin“ auf. Das muss ihnen der US-Star in diesem Tempo erst mal nachmachen. Aber zugegeben, Prinz Wilfried I., Jungfrau Artura und Bauer Karl hatten tatkräftige Unterstützung: Mit-Komponist Dieter Steudter, Ludwig Sebus, Belinda und Bernd Stelter „spielten“ den Chor, Peter Horn zupfte die Gitarre, und auch Schlagersänger Peter Orloff half mit. Am 25. Januar kommen 5.000 CDs und Kassetten – darauf ist auch der „Bürgerwehr-Marsch“ und „In der Philharmonie“ von den „Drei Colonias“ – in den Handel. Pro Stück soll eine Mark vom Verkaufspreis einem guten Zweck zufließen. Bürgerwehr-Präsident Manfred Wolff ging gleich mit gutem Beispiel voran und ließ sich für die ersten hundert CDs vormerken. Kölner wollen das Lied des Prinzen auf Platte „Viele Kölner wollten das Lied des Kölner Dreigestirns auf Platte“ hieß es nach der Prinzenproklamation. Musikproduzent und Inhaber der TMK Musikproduktion, Heinz Melder, griff dies sofort auf. Als die Erlaubnis zur Produktion da war, ging es rund und in drei Tagen stand die Produktion. Manfred Bell schrieb ein passendes Arrangement für Gesang, Chor und Orchester. Et Belinda, Bernd Stelter und die Drei Colonias bilden den Background Chor, Peter Horn spielt Gitarre und Schlagersänger Peter Orloff ist als künstlerischer Berater für das Dreigestirn zuständig. Alle beteiligten Künstler verzichteten auf ihr Honorar, so dass von jedem verkauften Tonträger 1 Mark für wohltätige Zwecke abgegeben werden kann. Auf dem Hof des TMK Studios Melder in Niehl gab es ein kleines Volksfest die MC-Kapelle Niehl unter der Leitung von Hans Pulm brachte dem Dreigestirn ein Ständchen. Prinz Wilfried I. schwärmte aus und begrüßte die Niehler, die durch die Musik angelockt wurden. Die MC und CD sind ab dem 25. Januar im Fachhandel erhältlich. Dreigestirn voll Sonnenschein Selten gab es so ausgelassene Tollitäten – Prinz Wilfried I. begeisterte mit eigenem Lied Bericht aus der Kölnischen Rundschau „Einmol Prinz so sin en Kölle am Rhing, in enem Dreigesteen voll Sonnesching – davun jan ich schon als kleine Fätz gedräump: Einmol Prinz so sin, söns häste jet versäump“, von ihm und Dieter Steuder geschrieben, sang Wilfried I. zur Gitarre, und der ganze Saal schmolz dahin. Jungfrau Artura, genannt die „titschende Jungfrau“, machte ihrem Spitznamen alle Ehre: Artur Tybussek hüpfte, sprang, sprühte und tanzte vor Freude, dass der Fastelovend jetzt endlich, endlich losging. Und Bauer Karl, nachdem er die Last des Federnhutes abgelegt hatte, reihte sich fröhlich ein. Eine Menge hatten sich die Organisatoren der Proklamation – darunter der erkrankte Rolf-Dietmar Schuster, der deutlich auf dem Weg der Besserung ist – einfallen lassen. Einiges ging leider unter, wie etwa die herrliche Ouvertüre quer durch Wagner und „Treuer Husar“ oder der Auftritt des Aktionsmalers Reinhard Blankenburg, anderes ging nahezu schief wie der Auftritt der Höhner, die erst mit 20 Minuten Verspätung zum Zuge kamen. In diesem Programmloch hatte sich der Saal halb geleert. Die Höhner hatten größte Mühe, das Stimmungstief aufzufangen, an dem sie im Übrigen nicht ganz schuldlos waren. Bei aller Achtung und Sympathie für die vielen tausend Kölner, die sich Stunden zuvor in die Lichterkette gegen Ausgrenzung von Minderheiten eingereiht hatten: Als die Höhner es ansprachen, hatte das Thema an dieser Stelle im Programm nichts zu suchen. Der Karneval verschließt sich nicht gegen die Aktion. So trugen beim Empfang um 18 Uhr auch die Gardisten auf der Gürzenichtreppe demonstrativ Kerzen in der Hand. Festkomitee-Präsident Gisbert Brovot macht es sich ein ums andere Mal selbst schwer: Er redet und redet, anstatt des Programm laufen zu lassen. Das Publikum war nach zähem Start in Fahrt, der Präsident bremste es, etwa nach dem glänzenden Fünfertanz der Traditionskorps, beinahe auf Null. Oberbürgermeiser Norbert Burger, der bei der eigentlichen Proklamation nach Brovot sprach, begann denn auch: „Nohdäm dä mir zehn Minutte met de Feddere in der Nas jekitzelt hät…“ Brovot zeigte am Tag nach der Proklamation Einsicht: „Ich sollte wirklich weniger reden!“ Bei seinem Fazit bat er aber auch um „Toleranz“. Angesichts der bekannten Mängel des Grüzenichsaals haben wir mit diesem Programm zuviel experimentiert. Wobei aber deutlich wurde, was nach einem Umbau im künftigen Gürzenich nicht notwendig ist und möglich sein muss. Es gibt keinerlei Technik, die man ausnutzen könnte.“ Das die Höhner zu spät kamen, sei nicht ihre Schuld gewesen. „Sie hatten vorher darauf hingewiesen, dass der Termin knapp würde. Ich bin das Risiko eingegangen“, sagte Brovot. Dass Aktionsmaler Blankenburg etwas unterging, sei „schade“, das gleiche gelte für die Ouvertüre. „Aber offenbar muss man die Unruhe der Leute einplanen.“ Das Dreigestirn aber habe „alle Erwartungen ge- und übertroffen“. Da konnte es keine Gegenstimme geben. Theo Schneefeld, Jungfrau 1984, war geradezu entzückt von Artura: „In jedem Dreigestirn sind die Jungfrauen die Bekloppten.“ Ihm als Rotem Funk fehlte allerdings der Aufzug eines Korps, wie er früher üblich war. Dafür wäre auch Zeit gewesen, meinte Funkenpräsident Hansgeorg Brock, „wenn das Orchester gleich zu Beginn die Stühle besetzt hätte“. Die „lange Fiedelei“ bei der Ouvertüre fand der Präsident des Großen Senats, Jan Brügelmann, ebenso entbehrlich wie Veedelszugleiter Kurt Eisenmenger. Festkomitee-Ehrenpräsident Bernd Assenmacher meinte übers Dreigestirn: „Toll: Dat es et!“ Klaus Ulonska, FK-Vize Franz Wolf, Kurt Rossa, Franz Wendland, Ex-Jungfau Walter Pottgießer – wen man fragte, war begeistert. Nicht vergessen werden soll das glänzende Ballett der Cäcilia Wolkenburg (mit Musik von „Nussknacker- Suite bis „Ententanz“), der großartige Kombi-Auftritt von „Werbefachmann“, Botterblömche“ und „Rumpelstilzche“ sowie das Finale mit 150 Sängern des Kölner Männer-Gesang-Vereins und Marie-Luise Nikuta, Eilemann-Duo und Willy Millowitsch. Was aber vor allem bleibt, war das selig mitgesungene „Einmol Prinz zo sin…“
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